Hundskopfboa
Die Hundskopfboa (Corallus) verfügt über 7 Arten. Wir gehen hier näher auf folgende Arten ein: Grüner Hundskopfschlinger bzw. Grüne Hundskopfboa (Corallus) und die Gartenboa (Corallus hortulanus).
Grüner Hundskopfschlinger (Corallus caninus)
Vorkommen:
Das Verbreitungsgebiet vom Grünen Hundskopfschlinger / Hundskopfboa (Corallus caninus) ist Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana, Surinam und Französisch Guyana. Dabei lebt der Grüne Hundskopfschlinger auf den Bäumen der feuchten Regenwäldern meist nahe von Gewässern. Ruht die Schlange, legt sie ihren Körper in Schlingen über den Ast und der Kopf ruht auf dem Körper. Auf diese Art ist die Schlange im grünen Dickicht der Wälder nahezu unsichtbar.
Allgemeines:
Der Grüne Hundskopfschlinger (Corallus caninus) wird durchschnittlich zwischen 180 cm und 250 cm lang und erreicht ein Alter von ca. 20 Jahren. Die Nahrung der dämmerungs- und nachtaktiven Schlangen besteht aus Vögeln und kleinen Säugetieren. Wie alle Corallus-Arten besitzt der Grüne Hundskopfschlinger große Sinnesorgane an Ober- und Unterlippe (Labialgruben). Diese ermöglichen der Schlange die Beute bei Dunkelheit zu orten. Durch die langen, weit nach hinten gebogenen Vorderzähne kann die Grüne Hundskopfboa (Corallus caninus) mit dem Biss durch das dichte Federkleid der Vögel dringen. Die Weibchen bringen nach 5 bis 7 Monaten 2 bis 6 Jungtiere mit einer Länge von ca. 45 cm zur Welt.
Aussehen:
Neugeborene Tiere sind ziegelrot bis rotbraun. Erst nach mehreren Häutungen erhält der Grüne Hundskopfschlinger seine endgültige, grüne Färbung. Die Musterung bleibt von Geburt an unverändert. Der Kopf der Grünen Hundskopfboa ist stämmig und setzt sich deutlich vom seitlich abgeflachten Körper ab. Mit der grünen Grundfarbe und dem langen Greifschwanz ist die Schlange hervorragend an ein Leben auf den Bäumen angepasst. Die Bauchseite geht von weiß nach cremefarben bis hin zu gelb. Die Kopfunterseite ist im Regelfall ebenfalls gelb. Je nach Herkunftsgebiet variiert das Grün als auch die Musterung des Rückens: Tiere aus Surinam und Nordbrasilien sind mit großen weißen Dreiecken ausgestattet, die häufig durch einen weißen Streifen am Rücken (Dorsalstreifen) verbunden sind. Schlangen aus nördlichen Gebieten haben schwache weiße oder grauweiße Querstreifen die bei Exemplaren aus Surinam und Nordbrasilien oft fehlen. Schlangen aus dem Amazonasbecken weisen einen durchgehenden, breiten weißen Dorsalstreifen auf und haben zudem kleinere Kopfschuppen als ihre Artgenossen aus den anderen Herkunftsgebieten.
Gartenboa (Corallus hortulanus – früher: Corallus enydris cookii)
Vorkommen:
Die Gartenboa (Corallus hortulanus) bevölkert die tropischen Regenwälder vom Norden Südamerikas bis zum Süden Mittelamerikas. Dazu zählen die Länder Peru, Bolivien, Nord- und Westbrasilien sowie Nikaragua. Die Gartenboa ist, ebenso wie der Grüne Hundskopfschlinger arboricol (baumbewohnend) und häufig an den Rändern des Amazonas-Regenwaldes in Gewässernähe anzutreffen. Diesem Umstand verdankt sie auch ihren englischen Namen „Amazon treeboa“ unter dem sie auch in Deutschland bekannt ist: Amazonas Baumboa.
Allgemeines:
Die Gartenboa (Corallus hortulanus) erreicht eine durchschnittliche Länge von 180 cm bis 220 cm, in seltenen Fällen sogar 250 cm. Die Lebenserwartung dieser Schlangenart liegt bei 15 Jahren. Die Gartenboa ernährt sich hauptsächlich von Vögeln, Fledermäusen und kleinen Säugetieren. Labialgruben ermöglichen ihr, wie allen Corallus-Arten das Auffinden der Beute bei Dunkelheit. Ebenso wie der grüne Hundskopfschlinger (Corallus caninus) ist die Gartenboa mit sehr langen Eckzähnen ausgestattet mit denen sie ihre Beute festhält. In einem Wurf bringt das Weibchen bis zu maximal 20 Jungtiere zur Welt. Gartenboas zählen generell zu den aktiven und aggressiveren Riesenschlangen und sind für Neulinge der Terraristik nicht ratsam.
Aussehen:
Gartenboas (Corallus hortulanus) zählen zu den schönsten und farbenreichsten Boas. Ihre natürliche Färbung reicht von gelb über orange nach rot, aber auch von grau bis fast schwarz. Manche Exemplare weisen eine dunkle, netzartige Musterung auf, andere hingegen sind durchgehend einfarbig. Auffallend sind der kräftige, herzförmige Kopf und die senkrechten Pupillen. Mit ihrem zierlichen Körper und dem langen Greifschwanz ist die Gartenboa hervorragend an ein Leben auf Bäumen angepasst.
Ich habe die Diashow von Corallus hortulanus gesehen. Es sind wunderschöne Tiere dabei und ich hätte gern gewußt, wem sie gehörten und ob damit gezüchtet wird.
Gruß
Renate Daske