Sandboa

Der Name „Sandboa“ (Erycinae) ist irreführend. Zu den im Allgemeinen als Boas (Boinae) bezeichneten Schlangen unterscheidet sie eine Reihe von Merkmalen: Die weit voneinander entfernt liegenden Praefrontalia (die vorderen Schuppen), der nur wenig oder gar nicht gegabelte Hemipenis (männliches Begattungsorgan bei den Schuppenkriechtieren) und die gegabelten Neurapophysen (seitlich und oben bildende Bogenfortsätze der Wirbel). Sandboas stellen damit eine eigene Unterfamilie der Riesenschlangen (Boidae). Mit Ausnahme des Erdpythons, der Eier legt, sind alle Sandboas lebendgebärend (ovovivipar). Die Sandboa zählt mit einer Länge von maximal 80 cm zu den kleineren Vertretern der Riesenschlangen.

Sandboa

Sandboa

Urheber: Viki

Sandboas werden in 3 Gattungen und 15 Arten unterteilt:

  1. Charina sind mit vier Arten in Nordamerika beheimatet. Zu ihnen zählen der Erdpython (Charina reinhardtii, auch Calabaria reinhardtii), die Gummiboa (Charina(Charina bottae), die Rosenboa (Charina trivirgata) sowie die Charina umbratica.
  2. Die echten Sandboas (Eryx) besiedeln mit acht Arten Afrika, Asien und einen Teil Europas: der afghanischen Sandboa (Eryx elegans), der westlichen Sandboa (Eryx jaculus), der arabische Sandboa (Eryx jayakari), der indischen Sandboa (Eryx johnii), der östlichen oder Wüsten-Sandboa (Eryx miliaris), der Somali-Sandboa (Eryx somalicus), der großen Sandboa (Eryx tataricus) und der Withakers Sandboa (Eryx whitakeri).
  3. Auch die Gongylophis ist mit 3 Arten, der ägyptischen Sandboa (Gongylophis colobrinus), der gefleckten Sandboa (Gongylophis conicus) sowie der Sahara Sandboa (Gongylophis muelleri) in Afrika, Asien und einem Teil Europas beheimatet.

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